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Rund um die NFP

Thermometer

Für die sichere Anwendung der NFP ist der Griff zum Thermometer unerlässlich. Die zuverlässigste Messung wird immer noch mit einem herkömmlichen Quecksilberthermometer erreicht, da das verwendete Material  praktisch alterungsfrei ist. Nun aber stehen diese Thermometer vor dem Aus, da sie nach einem Beschluss des Europaparlaments ab dem 3. April 2009 in der ganzen EU verboten sind.
Was ist derzeit die Alternative?
Eine Alternative sind die so genannten Digitalthermometer. Sie arbeiten ohne Quecksilber, sind unzerbrechlich, erlauben eine Messzeitverkürzung (Signalton bei Erreichen der Endtemperatur) und haben häufig einen Speicher für den letzten Messwert.
Während diese Thermometer für die Fiebermessung ausreichend präzise sind, gibt es bei der Basaltemperaturmessung, bei der bereits geringe Temperaturerhöhungen von beispielsweise einem halben Zehntel Grad Celsius in die methodische Auswertung des Temperaturanstiegs einfließen können, das Problem, das eine deutlich höhere Messgenauigkeit erforderlich ist. Um die Messgenauigkeit dieser Thermometer zu vergrößern, wird empfohlen, nach dem Signalton weiter zu messen und eine Mindestmessdauer von drei Min. einzuhalten.
Grundsätzlich sollte beim Kauf eines Thermometers auf das Vorhandensein einer CE-Zertifizierung und auf eine vom Hersteller angegebene Messgenauigkeit von unter + /- 0,1 °C geachtet werden. Ergebnisse einer Studie haben gezeigt, dass fabrikneue Exemplare im ersten Benutzungsjahr eine ausreichende Messgenauigkeit aufweisen. Keine Aussagen konnte jedoch darüber gemacht werden, wie sich die Genauigkeit bei längerer Anwendungsdauer verhält, insbesondere im Hinblick auf Alterungsprozesse der Materialen und der Batterie.

Seit einiger Zeit gibt es Infrarot-Strahlungsthermometer, die die Kerntemperatur im Ohr messen. Auch diese Ohrthermometer sind nicht auf die zur Basaltemperaturmessung erforderliche Messgenauigkeit ausgerichtet und es liegen bisher auch keine Erfahrungen vor, ob diese Thermometer zum Einsatz in der NFP geeignet sind.

Neue Entwicklungen im Bereich der unterstützenden Technologien

Computergestützte Auswertung der Zyklusbeobachtungen
Bereits seit etwa 25 Jahren gibt es immer wieder neue Anläufe, die Zyklusbebachtungen der Frau durch Computerprogramme auswerten zu lassen. Die ersten Systeme waren an so genannte Computerthermometer gekoppelt, die nach Aufzeichnung der Morgentemperatur die Werte nach einem internen Algorithmus auswerteten. Zu den noch heute im Handel befindlichen Geräten gehörten u.a. Ladycomp und der Cyclotest 2 plus.

Die nächste Software-Generation überließ den Frauen die Entscheidung für das jeweilige Thermometer und setzte allein auf die entsprechende Software. Verschiedenste Programme für den Heim PC waren und sind teilweise noch im Angebot – auch als herunterladbare Software im Internet. Viele dieser Programme werden v.a. bei  Kinderwunsch angeboten.

Seit zwei, drei Jahren gibt es nun auch Entwicklungen für den Palm, zunächst nur im angloamerikanischen Raum und seit neuestem auch in Deutschland.
Die deutsche Variante für den Palm firmiert unter dem Namen May I?.

Keine Software ist bisher im Rahmen von Feldstudien auf ihre Anwendungssicherheit überprüft worden.

 

Den Bericht "Zyklustester - Bleistift schlägt Babycomputer" der Stiftung Warentest haben wir Ihnen zum Download bereit gestellt.